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Freitag, den 22.01.2010
Linde MH liefert erste Stapler mit Brennstoffzelle aus

Mit der Auslieferung von zwei Brennstoffzellen-Staplern an die Linde Gases Division, ein Geschäftsbereich des Technologiekonzerns The Linde Group, hat Linde Material Handling einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur stärkeren Nutzung innovativer Antriebstechniken gemacht. Als erster Flurförderzeughersteller in Europa nimmt Linde MH Brennstoffzellengeräte in sein Produktportfolio auf und bietet die Geräte ab sofort in Serie als „Kundenspezifische Lösung“ an.

Beide Brennstoffzellengeräte basieren auf 3-Tonnen Elektro-Gegengewichtstaplern Linde E30. Die verwendete erhöhte Getränkeversion bietet zusätzlich eine optimierte Sicht über die Last. Statt der üblicherweise verbauten 80 Volt Batterie verfügen die Stapler über eine Brennstoffzelle und einen Tank, in dem 1,6 Kilogramm gasförmiger Wasserstoff bei 350 bar gespeichert wird. Der aus Wasserstoff gewonnene Strom versorgt die Elektromotoren, die den Stapler antreiben. Daneben übernehmen so genannte Supercaps, große Kondensatoren, die Funktion des Zwischenspeichers und decken Leistungsspitzen ab, wie sie beispielsweise beim Anfahren oder Heben auftreten. Die Fahrzeuge tragen das CE-Kennzeichen und sind darüber hinaus für den Straßenverkehr zugelassen. Bei den Leistungsdaten steht das speziell auf die Kundenwünsche von Linde Gas zugeschnittene Fahrzeug seinem Pendant mit Batterie aus der Serie in nichts nach.

Entwickelt wurden die Brennstoffzellen-Stapler in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit dem langjährigen Kooperationspartner, dem kanadischen Brennstoffzellenhersteller Hydrogenics. Daneben hat der in Garching bei München ansässige Linde-Vertragspartner Gruma Nutzfahrzeuge das Projekt von Beginn an begleitet und ist für alle Fragen rund um Service und Wartung der Geräte verantwortlich. Einer der Stapler wird bei Linde Gas für den Transport von Gasflaschen zwischen Produktionshalle und Lkw-Verladeplatz eingesetzt, wobei eine öffentliche Straße überquert werden muss. Der zweite Brennstoffzellenstapler ist im Bereich der Gasflaschenbefüllung tätig. Beide Stapler ersetzen Dieselstapler mit 3,5 Tonnen Tragfähigkeit, die bisher für diese Tätigkeiten verwendet wurden. Die Betankung der Brennstoffzellenstapler erfolgt schnell und sicher an der Zapfsäule des Linde Wasserstoffzentrums und ist somit vergleichbar mit einer herkömmlichen Pkw Betankung.

Die Vorteile des Brennstoffzellenantriebs liegen für Linde Gas in den „Null-Emissionen“, die diese Geräte im Einsatz produzieren. Denn das Abfallprodukt der Aufspaltung von Wasserstoffmolekülen ist reines Wasser. Weitere Vorteile der Brennstoffzelle, gegenüber anderen Antriebskonzepten, ergeben sich durch den Wegfall des Batteriewechsels bzw. des über mehrere Stunden dauernden Ladevorgangs. Das Gleiche gilt für das von Batteriesäuren ausgehende Sicherheitsrisiko. Um die Stapler bedienen zu können, benötigen die Fahrer neben dem Besitz eines gültigen Staplerscheins lediglich eine anderthalbstündige Fahrzeugeinweisung, um den zukunftsweisenden Stapler bedienen zu dürfen.

Weitere Informationen:
www.linde-mh.de

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Letzte Aktualisierung am 07.09.2010
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